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  • judithschunk

Mutterschaft

Eine Reise ins Unbekannte

Kaum etwas im Leben verändert uns so sehr wie die Mutterschaft. Die meisten von uns sind darauf emotional nicht vorbereitet. Was es mit uns macht, als Frau*, als Mensch. Was es bedeutet ... Was es bedeutet, ein Kind zu empfangen, zu gebären, zu umsorgen, großzuziehen. Was es heißt, voll und ganz Verantwortung zu übernehmen und 24/7 für die Bedürfnisse eines kleinen Wesens zu sorgen. Welche vermeintlichen Sicherheiten das Lebens mit Kind auf den Kopf stellt. Wie uns Auseinandersetzungen immer wieder aus der Komfortzone bringen und wie wir es manchmal einfach alles satt haben. Und niemand kann uns vorhersagen, welche Glücksgefühle, welche Erkenntnisse, welche ungeahnte Herzensweite die Liebe eines Kindes uns bereiten wird. Mutterschaft ist eine Reise ins Unbekannte und kann sich ganz verschieden anfühlen, z.B. wunderschön, sinnbringend, zweifelhaft, aufreibend, herausfordernd, anstrengend. Oftmals sind diese Ambivalenzen schwierig auszuhalten. Ich will Dir sagen: es ist gut, richtig und normal, dass Du widersprüchliche Gefühle gegenüber Deinen/m Kind/ern oder Deiner Mutterschaft hast.


Das eigene innere Kind Mutterschaft ist konfrontierend. Die meisten von uns werden durch eigene/s Kind/er daran erinnert, wie es uns selbst als Kind ergangen ist. Das Kleine Wesen zeigt uns auf was uns gefehlt hat; denn die wenigsten sind mit Eltern groß geworden, die ganz und gar präsent waren. Kaum einer von uns hatte das Glück, von einer Mutter in Empfang genommen worden zu sein mit den impliziten und expliziten Worten: ich sehe dich, ich liebe dich, du bist so wunderschön.

Wenn unser/e Kind/er uns 'triggern' dann werden wir schmerzhaft an den Mangel oder die Not der eigenen Kindheit erinnert. Das birgt enormes Heilungspotential; aber fühlt sich zuerst einmal richtig grauenhaft an. Dann sind wir z.B. überschnell gereizt, fühlen uns völlig ausgelaugt, können die Anwesenheit der/s Kindes/r nicht ertragen, sind unerklärlich wütend oder traurig.

Wenn Du lernst, in Verbindung zu gehen mit der Erinnerung an Dich als Du klein warst – was wir das eigene 'innere Kind' nennen – lassen sich die Spuren der Vergangenheit tilgen. "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit", wie der Hypnotherapeut Milton Erickson sagte. Wenn Du lernst, Deine eigene Mutter zu werden, dann lösen sich die Spannung und Konfliktsituationen mit Deinem/n Kind/ern Stück für Stück auf. Dann kannst Du Dich ins Mutter Sein hinein entspannen und Du kannst Dein/e Kind/er ganzheitlich auf deren Reise begleiten.

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